RosenvaseDer Valentinstag als „Tag der Liebenden“ - soll man ihn nun einfach ignorieren? Oder am Ende doch mal wieder dem allseitigen Druck der Werbung nachgeben und Blumen - oder auch Süßigkeiten - besorgen?

Die Evangelische Kirchengemeinde Ostrach und Wald hatte für den 14. Februar diesmal die perfekte Alternative bereit: „Dinner + more“, ein Format, das Paaren die Möglichkeit eröffnen soll, einen Abend lang Körper und Geist – und damit der Beziehung - Gutes zu tun!

 Unter der Überschrift „Die Kunst, gemeinsam zu wachsen“ würden wir von den beiden Referenten, dem Ehepaar Ingrid und Daniel Gulden, durch die „Jahreszeiten der Liebe“ geführt werden. Und das alles in Verbindung mit einem 5-Gänge Menü! Die Ankündigung klang vielversprechend.

So trafen sich also 14 Paare erwartungsfroh im Anbau der Kirche bei einem Glas Sekt und Knabbereien und blickten voller Spannung auf das, was kommen würde. Um Platz für die entsprechende Anzahl an Zweiertischen zu schaffen, hatten fleißige Helfer zuvor den gesamten Kirchenraum ausgeräumt. Ein wahrhaft ungewohnter Anblick! Denn nun erwarteten uns dort festlich eingedeckte Tische, liebevoll dekoriert, ganz dem Anlass entsprechend. Nach kurzen einleitenden Worten von Herrn Pfarrer Jung ging es schließlich los.

Einfühlsam und mit der notwendigen Prise Humor versehen, gelang es den beiden Referenten hervorragend, anhand von Beispielen aus ihrer umfangreichen Beratertätigkeit - oder auch aus eigenem Erleben - für jede dieser Phasen Fallstricke der Liebe, aber auch Wachstumsmöglichkeiten für das Paar zu benennen. Denn, so hieß es: „Jede Phase der Paarbeziehung braucht ihre eigene Gestalt“. Aber wie tröstlich auch, dass es bei etwaigen Defiziten Möglichkeiten des „Nachreifens“ gibt! Zu jeweils einer Jahreszeit gab es Gesprächsimpulse, die von den anwesenden Paaren zur Vertiefung des Themas beim nächsten Gang des köstlichen Essens genutzt werden konnten. Der Geräuschpegel lässt vermuten, dass von den meisten hiervon reger Gebrauch gemacht wurde.

Blumen gab es an diesem Valentinstag übrigens dann auch noch, denn die hübsche Rosen-Dekoration vom Tisch durfte mitgenommen werden! Und wer wollte, konnte sich noch lange nach dem offiziellen Teil bei leckeren Espresso-Variationen mit anderen austauschen.

Ohne das engagierte Helfer-Team rund um Renate Jung allerdings, von der übrigens die Idee für diesen Abend stammte, wäre dies alles sicher nicht möglich gewesen!

Ulla Leinß