Gebiet

Zur Evangelischen Kirchengemeinde Ostrach und Wald gehören die evangelischen Gemeindeglieder (wenn keine Umgemeindung stattgefunden hat) aus

  • Ostrach (mit  den Teilorten Einhart, Jettkofen, Habsthal, Kalkreute, Levertsweiler, Magenbuch,Spöck, Tafertsweiler und Wangen [war badische Exklave, kam 1843 zu Pfullendorf, 1936 zu Überlingen und 1969 zu Sigmaringen]),
    aber ohne Burgweiler (die Evangelischen gehören zu Pfullendorf) und Laubbach (die Evangelischen gehören zu Altshausen; in den Laubbacher Ortsteilen Unterweiler und Oberweiler verläuft die Diözesangrenze zwischen den Katholischen Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg)
  • Wald (mit den Teilorten Glashütte, Hippetsweiler, Kappel, Reischach, Riedetsweiler, Rothenlachen, Ruhestetten, Walbertsweiler),
    aber ohne Sentenhart (die Evangelischen gehören zu Messkirch). Zur katholischen Seelsorgeeinheit Wald gehören noch Aach-Linz, Herdwangen, Großschönach und Aftholderberg.
  • Rosna (das kommunal zu Mengen gehört; die katholischen Gemeindeglieder gehören aber zur Seelsorgeeinheit Ostrachtal).

Die katholischen Seelsorgeeinheiten Ostrach und Wald gehören beide zur Erzdiözese Freiburg und zum Dekanat Sigmaringen-Meßkirch.

Geschichte

Die Evangelische Christuskirche in Ostrach wurde in der damals ärmsten Kirchengemeinde Württembergs am 11. März 1956 eingeweiht. Der Kirchenbau erfolgte, zum größten Teil in Eigenarbeit, durch die ehemaligen Flüchtlinge. Große Unterstützung fand die Evangelische Kirchengemeinde dabei von den katholischen Mitchristen.

Bisherige Pfarrer/innen:

1951 - 1957 Peter Poguntke
1957 - 1989 Gerhard Porsch
1989 - 1990 Andreas Gürbig
1991 - 1997 Gerhard Müller
1998 - 2012 Walter Schwaiger
2012 - 2017 Angelika Hofmann 
2018 -          Michael Jung

Geschichte der Kirchengemeinde im Überblick:

1002px Karte Hohenzollern1850 Die Fürstentümer Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen werden als "Hohenzollernsche Lande" eine Provinz Preussens. Sie bilden bis 1932 den "Hohenzollerischen Halbmond" im Süden Deutschlands.
1852 Das Konsistorium der Rheinprovinz ist für die ganzen Hohenzollernschen Lande zuständig, 1853 wird Ernst Jungk Pfarrer für diese Provinz. (Siehe: Württ. Kirchengeschichte online, Art. 26)

1861 wurde die Pfarrei Sigmaringen eingerichtet, die Sigmaringen, Gammertingen, Ostrach und Wald umfasste.

1933 1933 fasste die hohenzollerische Kreissynode den Beschluss, entsprechend der Haltung der Kirchenleitung in Berlin bzw. Düsseldorf/Koblenz „allen Evangelischen den Anschluss an die deutschen Christen zu empfehlen“, um die Lage in der Diaspora nicht durch Kirchenpolitik zu verkomplizieren. Gleichzeitig wurden mancherorts "Deutschen Christen" Räume für ihre Veranstaltungen verweigert.

1945 Der Württ. Oberkirchenrat übernimmt nach Kriegsende kommissarisch die Kirchenleitung für Hohenzollern, "bis die Verkehrsverbindung mit dem Rheinland wieder besser werden."

1950 Die hohenzollerischen Kirchengemeinden wie Hechingen und Sigmaringen treten der Evangelischen Landeskirche in Württemberg bei.  Die evangelischen Christen aus Ostrach und Wald gehören zur Evangelischen Kirchengemeinde Sigmaringen.
Im Vertrag über die Eingliederung der hohenzollerischen Kirchengemeinden in die Württembergische Landeskirche ist festgehalten, dass „die Besonderheiten der besehenden Gottesdienstordnung“ erhalten bleiben, „solange sie es wünschen“.

1951 Die Evangelische Kirchengemeinde Wald-Ostrach wird gegründet, die dritte Pfarrstelle an der Stiftskirche in Stuttgart wird nach Ostrach vergeben. Ostrach und Wald sind geographisch nicht miteinander verbunden. Zwischen beiden liegt das Gebiet der badischen Kirchengemeinde Pfullendorf. Dienstsitz des Pfarrers war in Wald.

1955 Unter großer Anteilnahme der gesamten Bevölkerung wird in Ostrach mit dem Bau der Evangelischen Kirche begonnen.

1956 Die Evangelische Christuskirche wird am 11. März feierlich eingeweiht.

1959 Das "Parochialvikariat Wald-Ostrach" wird zu einer "ständigen" Pfarrstelle. Damals gehörten zur Kirchengemeinde 660 Gemeindeglieder sowie 80 Schüler/innen aus den Internatsschulen Hohenfels und Wald.

1965 Der Pfarrhausneubau neben der Kirche wird bezogen. Vorher hatte der Pfarrer in einer Mietwohnung gewohnt.

1999 Der Kirchengemeinderat beschließt, durch einen Anbau Gemeinderäume sowie eine Küche und Toiletten zu schaffen.

2001 Am 28. Januar feiert die Kirchengemeinde ihr 50-jähriges Bestehen. Danach wird mit dem Kirchenanbau begonnen.
Für die Gottesdienste stellt die Katholische Pfarrgemeinde das Pfarrheim zur Verfügung. Im Herbst ist der Anbau fertig gestellt und
am 30. September kann die „neue" Kirche eingeweiht werden.